Der unbekannte Kaufinteressent

Sehr spät sind die städtische Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz (GGH) und ihr Wunschkäufer Dreges an die Öffentlichkeit gegangen. Und immer noch ist wenig über das Unternehmen bekannt, das gerne größter Immobilienbesitzer im Emmertsgrund werden würde.

Die Dreges hält sich aus dem Wahlkampf, in dem es auch um das Unternehmen geht, komplett heraus.
Dreges steht für „Dresdner Grund und Beteiligungsgesellschaft“, das Unternehmen wurde eigentlich gegründet, weil man die Dresdner Wohnungsbaugesellschaft kaufen wollte. Dreges gehört nach eigenen Angaben zu einem Konzern, der wiederum ein sehr reichen Münchner Familie gehört. Aus diesem Grund mache man auch keine Öffentlichkeitsarbeit, so ihr Geschäftsführer Nicholas Kettner.

Dort, wo sich die Dreges engagiert, gründet sie Tochtergesellschaften, für den Emmertsgrund die Dreges Heidelberg GmbH. Die Dreges besitzt nach eigenen Angaben schon mehrere tausend Wohnungen. Ihr gehe es „nicht um schnellen Profit für irgendwelche Aktionäre, sondern um langfristige Inflationssicherung“, sagte Kettner im Dezember im RNZ-Interview. Die zu erwirtschaftende Mindestrendite betrage „2,3 bis drei Prozent, um die Inflation zu kompensieren“. Kettner sagte bei seinen wenigen öffentlichen Auftritten in der Stadt, dass die Dreges mit den Wohnungen und den Mieterlösen nicht ihr Geld verdienen will. Ziel sei die Aktivierung der Gewerbeflächen in dem Areal, um über die Handelsflächen Gewinne zu erwirtschaften.

Viel mehr ist von dem Unternehmen nicht bekannt. Referenzobjekte in anderen Städten wurde keine vorgestellt, auch keine Beispiele präsentiert, was die Dreges bislang investiert hat, wenn sie eine Immobilie erworben hat.